Die Uhren sind tot – es leben die Uhren!

Traditionsunternehmen im Umbruch: Über den Hamburger Uhrenproduzenten Kienzle wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet. Konkurrent Junghans hingegen macht wieder Gewinn.

Gestern ist ein sehr interessanter Artiklel in der Financial Times Deutschland zur Situation der Uhrenindustrie in Deutschlan erschienen.

Kurzer Auszug:

„Zwei traditionelle deutsche Uhrenhersteller ereilen radikal unterschiedliche Schicksale: Während der schwäbische Produzent Junghans ein Jahr nach Insolvenz wieder schwarze Zahlen schreibt, musste das Hamburger Unternehmen Kienzle Anfang der Woche Insolvenz anmelden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Anwalt Michael W. Scholz bestellt. 1882 in Schwenningen gegründet, ist Kienzle eine der ältesten deutschen Uhrenmarken. Seit 1997 gehörte sie der Highway Holding in Hongkong und war 2002 unter einem neuen Dach nach Deutschland zurückgekehrt. 2007 stiegen zwei Hamburger Geschäftsleute bei Kienzle ein.“

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Hat der Wecker ausgetickt?

Schlaue Handys können nicht nur Musiktitel erkennen oder Restaurants empfehlen. Sie werden auch zu banaleren Zwecken genutzt: zum Wecken. Das wirft die Frage auf, ob der klassische Wecker auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Dinge landet.

Beim Hersteller Braun, der heute zu Procter & Gamble gehört, fehlt der Wecker auf der Sortimentsliste im Internet. Der Klassiker mit dem analogen Zifferblatt ist seit 2009 «auslizenziert»: Der Braun-Wecker wird von einer britischen Firma vermarktet. Was steckt dahinter? «Dieses Business gehört nicht mehr zum Kerngeschäft», sagt Braun-Sprecher Lars Atorf, der betont, dass die Wecker weiter erhältlich sind. Atorf denkt nicht, dass die Produktgattung im Handyzeitalter verschwindet.

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Schweiz exportiert ein Fünftel weniger Uhren in 2009

Die Schweizer Exporte brachen 2009 im Vergleich zum Rekordjahr davor um 22,3 Prozent ein. Eine Erholung zeichnete sich zum Jahresende ab. Im Dezember wurden Schweizer Uhren im Wert von 1,227 Mrd. Fr. exportiert. Das sind 7,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Teuerungsbereinigt beträgt das Minus 6,7 Prozent. Damit habe sich der positive Trend vom November auch im letzten Monat des Jahres fortgesetzt, teilte der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) am Donnerstag mit.

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