Wie die weltbekannten Uhren gegenüber der Smartwatch konkurrenzfähig bleiben

p>Hochwertige Uhren, deren Wert im vier- bis fünfstelligen Bereich liegt, sind für ihre Besitzer ein wichtiges Element ihres Lebens. Nun gibt es jedoch ernst zu nehmende Konkurrenz: Intelligente Uhren, Smartwatches genannt, erobern den Markt. Zwei völlig unterschiedliche Welten treffen aufeinander: Die hochwertige Uhr darf gerne Mal eine fünfstellige Summe kosten – die Smartwatch dagegen nur wenige Hundert Euro.

Selbst Apple Watch verkauft sich nicht großartig

Smartwatches sind in aller Munde: Alle großen Hersteller, die Smartphones anbieten, sind inzwischen mit mehreren Smartwatch-Modellen vertreten. Apple ließ mit seiner Apple Watch auf sich warten, bieten inzwischen aber eine eigene Version der intelligenten Uhr an. Doch die Verkaufszahlen dieser Geräte lassen zu wünschen übrig. Selbst die Apple Watch hat die Massen nicht so stark begeistert, wie man sich erhoffte. Das Marktanalyseunternehmen JP Morgan prognostizierte vor Verkaufsstart, Apple würde in diesem Jahr rund 26 Millionen Modelle verkaufen. Wie appdated.de berichtet, ist Apple derzeit von diesen Zahlen weit entfernt. Slice Intelligence soll anhand von E-Mail-Rechnungen US-amerikanischer Bürger ermitteln haben, dass bis Ende Mai nur rund 2,5 Millionen Stück verkauft wurden – ein Großteil davon im Vorverkauf und zur Markteinführung. Ob die Zahlen in anderen Ländern genauso enttäuschen aussehen, ist derzeit unbekannt. Apple selbst hält sich mit den Verkaufszahlen bedeckt, sodass man davon ausgehen kann, dass sich die Apple Watch nicht so gut verkauft wie alle erwartet haben.

Die Smartwatch ist noch immer ein Smartphone-Accessoire

Ein Grund für die noch schwachen Verkaufszahlen von Smartwatches ist der noch junge, frische Markt und die große Anzahl an Produkten, die alle in etwa dieselben Funktionen mit sich bringen. Noch gibt es viele Vorurteile gegenüber diesen Produkten. Sie haben aber auch einen entscheidenden Nachteil: Alle sind sie nur mit einem dazu passenden Smartphone nutzbar. Das ist womöglich eines der großen Probleme dieser Geräte. Sie zeigen Daten des Smartphones am Handgelenk an, besitzen aber alleine keine nennenswerten Funktionen.

Müssen die großen Uhrenhersteller die Konkurrenz nicht fürchten?

Angesichts des derzeit sich langsam entwickelten Marktes könnte man davon ausgehen, dass die großen Uhrenhersteller aktuell nichts zu befürchten haben. Schließlich sind viele von ihnen seit über 100 Jahren im Geschäft. Dazu gehören auch die Uhren der kleinen Ortschaft Glashütte. Uhrenmacher ließen sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in dem kleinen Ort nahe der österreichischen Grenze nieder.

Glashütte-Uhren sind für ihre Zeitgenauigkeit bekannt, welche anfangs von der Sternwarte in Berlin gesendet wurden. Da den Uhrmachern diese nicht ausreichte, wurde 1910 ein eigenes Teleskop in einer Sternwarte gebaut. Heute befindet sich der Uhrmacher Wempe in der Sternwarte im sächsischen Glashütte. Seit 2006 ist das Observatorium wieder mit astronomischen Geräten ausgestattet. Besucher haben die Möglichkeit, die Sternwarte selbst zu besichtigen. Wem dieses einmalige Erlebnis und die Qualität dieser einzigartigen Uhren, die seit über 100 Jahren Menschen rund um den Globus faszinieren, überzeugt, kann hier Glashütte-Uhren von Wempe erwerben.

Ein Grund, warum Uhren wie die Modelle aus Glashütte seit über 100 Jahren verkauft werden, ist ihre Qualität, die sie über diesen Zeitraum erhalten haben. Uhrmacher werden nicht nur lange Zeit geschult, sie geben ihr Wissen auch an die nächste Generation weiter. Die hohe Qualität und Tradition dieser Uhren hat natürlich ihren Preis. Der Kauf einer solchen Uhr ist aber auch eine Investition, so wie andere Menschen Schmuck, Immobilien oder Wertpapiere erwerben. Eine Glashütte-Uhr wird auch in 20 Jahren wie am ersten Tag funktionieren. Die Smartwatch hingegen ist in wenigen Jahren überholt und einige Generationen zurückgeblieben.

Dennoch können Uhrenhersteller nicht auf ihrem Ruhm sitzen bleiben. Als die Quartz-Uhren aus Japan auf den Markt kamen, sank innerhalb von 20 Jahren die Anzahl der Schweizer Uhrenbetriebe von 1.600 (im Jahr 1970) auf 600. Die Quartzkrise war ein Erlebnis, welches die Uhrenbranche nicht mehr erleben möchte. Deshalb gibt es Anzeichen, dass große Uhrenhersteller an konkurrenzfähigen Geräten arbeiten. Ein Uhrenhersteller möchte ein Gerät veröffentlichen, welches mit Android Wear kompatibel ist und upgradebar sein soll.

1 Antwort
  1. Laranea says:

    Hi, ich habe mir von der Smartwatch auch mehr erwartet. Sie ist noch kein selbstständiges Gerät, sondern eine bloße Verlängerung des Smartphones. Das reicht definitiv nicht, um den Uhrenmarkt zu beeindrucken. Weder technisch, noch ästhetisch. Die Smartwatch ist plump gesagt zu hässlich, um mit aktuellen Uhren zu konkurrieren. Früher hat Apple wenigstens in puncto Design neue Maßstäbe gesetzt. Beste Grüße – U.

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