„Automatik-Schätzchen“ lieben Pflege: Tipps zur Automatikuhr

Sie gelten als die edelsten Schöpfungen des Uhrmacherhandwerks. Unruh, Kaliber, Komplikationen und Tourbillion sind Fachausdrücke, die ihre inneren Werte und die Schöpfungskunst ihres Herrn, des Uhrmachers, beschreiben. Die Rede ist von der Automatikuhr. Ihr Innenleben ist aufwendig konstruiert, und der Funktionsumfang geht häufig weit über die Zeitanzeige hinaus. Datumsanzeige, Mondphasenlauf und Unterwasser-Tauglichkeit sind einige der Besonderheiten, die Liebhaber edler Uhren zum Kauf animieren. Sie benötigt keinerlei elektrische Energiezufuhr, denn die für ihren Betrieb erforderliche Energie erzeugt der Träger der Uhr alleine durch seine Bewegungen. Bleibt sie längere Zeit in der Schublade, so bleibt sie stehen – außer: ihr Besitzer trifft Vorsorge. Diese kurzen Informationen machen deutlich, dass diese aufwendig konstruierte Spezies der mechanischen Uhren einiger Pflege und liebevoller Behandlung bedürfen. Diese wirkt sich erwiesenermaßen lebensverlängernd aus.

Der Umgang mit der Automatikuhr

Die Sorgfaltspflicht beginnt bereits bei der ersten Inbetriebnahme. Das Automatik-Uhrwerk sollte über die Krone zu etwa zwei Dritteln aufgezogen werden, um die Uhr in Gang zu setzen. Eine Datumsschaltung ist nicht erlaubt, wenn der Stundenzeiger zwischen 21:00 und 3:00 Uhr steht. Am wohlsten fühlt sich eine Automatikuhr am Handgelenk des Besitzers oder in einem Uhren-Beweger.

Automatikuhren: Pflege fürs Uhrwerk

Herzstück der Automatikuhr ist das mechanische Uhrwerk. Deshalb bedarf es einer regelmäßigen Pflege. Der Pflegebedarf wird für den Besitzer spätestens dann offensichtlich, wenn sich stärkere Gangabweichungen bemerkbar machen oder die Uhr in aufgezogenem Zustand stehen bleibt. Unabhängig davon und eher als präventive Maßnahme gedacht, empfehlen Uhrmacher eine Revision des Uhrwerks im Drei-Jahres-Rhythmus. Die Begründung für eine regelmäßige Revision sind nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass spezielle Öle für den reibungslosen Funktionsablauf des Uhrwerks sorgen. Diese Öle verschleißen bzw. verharzen im Laufe der Zeit. Deshalb wird das Uhrwerk bei einer professionellen Generalüberholung vom Uhrmacher entnommen, in Einzelteile zerlegt, geölt, optimal geregelt und nach dem Zusammenbau auf seine Funktionen hin überprüft.