Uhrmacherwerkzeug - Überblick
Uhrmacherwerkzeuge werden in den vergangenen Jahren durch die Masse der Uhrverkäufe in Onlineauktionen und Internetshops immer mehr nachgefragt. Und da Deutschland ein Volk der “Heimwerker” ist und viele z.B. ihre Uhrenbatterie oder das Uhrenarmband selbst wechseln wollen.
Daher habe ich hier ein paar typische und häufig genutzte Uhrmacherwerkzeuge aufgeführt. Detaillierte Beschreibunngen zum Verwenden von Uhrmacherwerkzeug finden Sie im Portal für Uhrenwerkzeuge.
I. Gehäuseöffner:
Geäuseöffner für geschraubte Böden:
Geschraubte Böden sind sehr häufig anzutreffen. Hierfür benötigt man den links aufgeführten Gehäuseöffner. Er hat drei Backen, die unterschiedliche Pins, je nach Einkerbung des Uhrenbodens, einsetzen lassen. Duch das Verstellrad und den Einstellmechanismus des Griffes lassen sich die Backen auf die unterschiedlichen Durchmesser des Uhrenbodens einstellen. Gegen den Uhrzeigersinn wird dann der Uhrboden aufgedreht. Um ein Abrutschen des Werkzeuges zu verhindern, sollte die Uhr in einen Uhrenhalter eingespannt werden.
Weitere Böden sind Sprungböden oder Sprungdeckel. Dabei ist der Boden in das Gehäuse eingepresst und läßt sich mit Hilfe eines Gehäusemessers öffnen (siehe Bild rechts). Meist am oberen Bandanstoß finden Sie im Uhrendeckel eine Einkerbung an der Sie das Gehäusemesser ansetzen können und mit etwas Druck “springt” der Deckel auf. daher auch der Name “Sprungdeckel”. Viele Sprungböden lassen sich mit Hilfe der Finger einfach wieder in das Gehäuse eindrücken. Sollte das nicht möglich sein, benötigen Sie eine Einpresszwinge.
Vor dem Schließen der Uhrböden sollten Sie den Dichtungsring / O-Ring auswechseln und mit etwas Silikonfett einreiben. Damit ist die Wasserdichtigkeit der Uhr wieder gegeben.
II. Armbandkürzer
Wenn Sie sich für ein Metall-Uhrenarmband entschließen, müssen Sie das Uhrenarmband Ihrem Handgelenk anpassen. Dies geschieht durch herausnehmen der entsprechenden Anzahl an Gliedern.
Hier gibt es zwei unterschiedliche Werkzeuge mit denen man die Stifte zwischen den Gliedern “austreiben” kann.
Hier legen Sie das Uhrenarmband ein und mit Hilfe des Stellrades an der Seite können Sie die Höhe justieren, damit der Ausdrücker passgenau den Stift “trifft”.
Dannach wird durch Drechbewegung am Griff des Stiftaustreibers der Stift langsam ausgetrieben. Am besten nicht ganz, damit man nicht Gefahr läuft, den Stift abzubrechen. Das letzte Stück können Sie den Stift mit einer feinen Uhrmacherzange herausziehen.
Bei dieser Version wird das Uhrenarmband in den Block eingelegt und mit Hilfe des Pins / Austreibers und einem Uhrmacherhammer der Stift mit leichten Schlägen ausgetrieben.
Die unterschiedlichen Farben der Austreiber haben unterschiedlichen Spitzen-Durchmesser, so daß auch von sehr dünnen Uhrenarmbändern die Stifte ausgetrieben erden können.
Das Einsetzten der Stifte erfolgt entweder im Uhrenblock oder auf einer gepolsterten Unterlage. Hierbei wir der Stift mit dem Kopf nach oben in die Glieder eingelegt und mit einem Uhrmacherhammer (Plastikseite!) langsam eingeschlagen.
Weitere Uhrmacherwerkzeuge folgen in Kürze…..
Sämtliche Uhrmacherwerkzeuge können Sie hier erwerben:
gehäusemesser gehäuseöffner uhrenwerkzeug uhrmacherwerkzeug


Freitag, 13. August 2010 11:31
Interessanter Artikel! Man benötig ja wirklch sehr viel Uhrmacherbedarf um überhaupt richtig mit seiner Arteib als Uhrhersteller arbeiten zu können! die Beschreibugn hier zu den Werkzeugen ist wirklch hilfreich!
Donnerstag, 10. November 2011 5:18
Thanks a lot for sharing this with us, was a great post and very interesting